Der
Odenwald ist ein Mittelgebirge in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg
in Deutschland und grenzt an den Main-Spessart.
Lage:
Der Odenwald liegt zwischen der Oberrheinischen Tiefebene mit der
Bergstraße im Westen, dem Main und dem Bauland im Osten, der
Rhein-Main-Ebene bei Darmstadt im Norden und dem Kraichgau im Süden.
Der Teil südlich des Neckartals ist der Kleine Odenwald.
Der Norden und der Westen des Odenwaldes gehören zum südlichen
Hessen, im Osten und im Süden erstreckt er sich nach Unterfranken
und Baden hinein.
Sehenswürdigkeiten:
Im hessischen Hainstadt (Stadtteil von Breuberg) im Mümlingtal
befindet sich ein Steinbruch, der von den Odenwälder Kletterfreunden
zum Klettern eingerichtet worden ist. Es gibt zudem einen kurzen
mit Drahtseilen gesicherten Klettersteig. Die Odenwälder Kletterfreunde
sorgen dafür, dass die Wege gepflegt werden. Der Steinbruch
liegt auch im Einzugsbereich der Sektion Darmstadt des DAV.
Unterhalb des 514 m hohen Felsbergs und nördlich von Lautertal-Reichenbach
befindet sich ein Felsenmeer, eine weit ausgedehnte Ansammlung von
sehr großen Felsbrocken, das schon von den Römern als
Steinbruch benutzt wurde.
In Eberstadt, einem Stadtteil von Buchen (Odenwald), wurde 1971
eine der bedeutendsten Tropfsteinhöhlen Süddeutschlands
entdeckt. Sie ist für Besucher zugänglich.
Um den Katzenbuckel führt der Kristall-Lehrpfad, der anschaulich
vulkanische Entwicklungen im Odenwald zeigt.
Der Odenwald ist durch ein über 10.000 km umfassendes Streckennetz
von Wanderwegen erschlossen.
Wegen seiner kurvenreichen Landstraßen ist der Odenwald ein
beliebtes Ausflugsziel für Motorradfahrer.
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Geologie:
Der Odenwald gehört mit vielen Mittelgebirgen Deutschlands zum
Variszischen Gebirge, das sich vor mehr als 300 Millionen Jahren im
Devon durch große Teile Europas zog. Auslöser der Gebirgsbildung
war die Kollision der beiden Kontinente Ur-Europa und Ur-Afrika.
In der Trias vor ca. 200 Millionen Jahren senkte sich das Land wieder,
und es bildete sich das so genannte Germanische Becken, in dem sich
meterdicke Schichten des roten Buntsandsteins ablagern konnten. Diese
wurden später durch die Muschelkalkablagerungen eines großen
Binnenmeers überdeckt, gefolgt von den Sedimenten der Keuperzeit.
Es bildete sich das süddeutsche Schichtstufenland.
Als sich das Land im Bereich des heutigen Odenwaldes vor etwa 180
Millionen Jahren wieder hob, wurden mehrere 100 m der Sedimentschicht
z. T. bis auf das Grundgebirge wieder abgetragen, wie es im Westen
des Odenwaldes noch zu sehen ist. Im östlichen Odenwald ist von
den Sedimentpaketen nur der rote Buntsandstein übrig geblieben.
Weiter östlich im Bauland bestehen noch die Muschelkalkablagerungen
über dem Buntsandstein.
Vor ungefähr 60 bis 50 Millionen Jahren bildeten sich Vulkane
entlang den großen geologischen Störungszonen. Einer der
erhaltenen Reste ist der Otzberg, ein anderer der Katzenbuckel. Entlang
der Störungen haben sich die Flüsschen Gersprenz und Weschnitz
teilweise ihr Flussbett gegraben.
Etwa zur gleichen Zeit begann die mitteleuropäische Platte aufzureißen,
so dass der Rheintalgraben einbrach und die Hessische Senke entstand.
Während sich der Rheintalgraben heute noch mit knapp einem Millimeter
pro Jahr absenkt, wurde der Odenwald relativ dazu in seine heutige
Höhe emporgehoben.
Der Rheintalgraben ist Teil eines Grabenbruchs, der vom Mittelmeer
bis nach Norwegen reicht. Direkt am Odenwaldrand ist er ca. 2.500
m tief, aber bis auf die heutige Höhe aufgefüllt mit jungen
Fluss- und Meeressedimenten, denn noch vor etwa 20 Millionen Jahren
reichte die Nordsee über die Wetterau-Senke bis herunter in das
Rheintal. |

Berge:
- Katzenbuckel (626 m; Aussichtsturm), Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg
- Neunkircher Höhe (605 m; Kaiserturm), Kreis Bergstraße, Hessen
- Hardberg (593 m), Kreis Bergstraße, Hessen
- Stiefelhöhe (589 m), Grenze Hessen/Baden-Württemberg
- Tromm (577 m; Aussichtsturm), Kreis Bergstraße, Hessen
- Krehberg (576 m), Kreis Bergstraße, Hessen
- Königstuhl (567,8 m; Sternwarte, Standseilbahn), Stadt Heidelberg,
Baden-Württemberg
- Kinzert (553 m), Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg
- Weißer Stein (550 m; Aussichtsturm), Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg
- Hohe Warte (548 m), Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg
- Spessartskopf (547 m), Kreis Bergstraße, Hessen
- Falkenberg (546 m), Odenwaldkreis, Hessen
- Walzknopf (538 m), Kreis Bergstraße, Hessen
- Wagenberg (535 m), Kreis Bergstraße, Hessen
- Eichelberg (526 m; Aussichtsturm), Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg
- Krähberg (520 m), Odenwaldkreis, Hessen
- Melibokus ("Malschen") (517,40 m), Kreis Bergstraße, Hessen
- Morsberg (517 m), Odenwaldkreis, Hessen
- Felsberg (514 m; mit Felsenmeer), Kreis Bergstraße, Hessen
- Daumberg (461,7 m), Gorxheimertal - Trösel,Kreis Bergstraße,
Hessen
- Heiligenberg (445 m), Stadt Heidelberg, Baden-Württemberg
- Otzberg (367 m; mit Veste Otzberg), Kreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
- Auerberg (339,70 m; mit Schloss Auerbach), Kreis Bergstraße, Hessen
- Breuberg (306 m; mit Burg Breuberg), Odenwaldkreis, Hessen
Fließgewässer
Im Odenwald entspringen zahlreiche Fließgewässer,
davon sind die längsten:
- Weschnitz (60 km), ein Zufluss des Rheins
- Mümling (50 km), ein Zufluss des Mains
- Gersprenz (47 km), ein Zufluss des Mains
- Elz (Elzbach) (34 km), ein Zufluss des Neckars
- Modau (?? km), ein Zufluss des Rheins
- Mud (Mudau) (?? km), ein Zufluss des Mains
- Ulfenbach (?? km), ein Zufluss des Neckars
Stillgewässer
Im Odenwald gibt es auch einige Stillgewässer,
dazu gehören:
- Marbachsee
- Eutersee
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Landkreise
(mit Kreisstädten)
- Kreis Bergstraße (Heppenheim)
- Landkreis Darmstadt-Dieburg (Darmstadt-Kranichstein)
- Main-Tauber-Kreis (Tauberbischofsheim)
- Landkreis Miltenberg (Miltenberg)
- Neckar-Odenwald-Kreis (Mosbach)
- Odenwaldkreis (Erbach)
- Rhein-Neckar-Kreis (Heidelberg)
[Bearbeiten]
Kreisfreie Städte:
- Darmstadt
- Heidelberg |
Städte und Gemeinden
im Landkreis Main-Spessart:
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